Hüftgelenke

Die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes ist dann notwendig, wenn verschleißbedingt der knorpelige Überzug der Gelenkflächen aufgebraucht ist, was zu anhaltenden Schmerzen im Hüftgelenk führt. Es liegt dann eine so genannte Coxarthrose vor.

Zementiert oder zementfrei?

Eine solche Operation ist als großer chirurgischer Eingriff anzusehen. Aufgrund der Einbauart unterscheidet man zwei große Hauptgruppen bei Hüftprothesen: So genannte zementfrei implantierte und zementierte Prothesen. Bezüglich der Qualität besteht bei beiden Implantationsarten kein Unterschied. Hüftprothesen haben zurzeit eine durchschnittliche Lebensdauer von 12-15 Jahren. Dann muss man davon ausgehen, dass zumindest Teile derselben ausgewechselt werden müssen.



                               

    zementfreie Hüfte                                            zementierte Hüfte


Zementfrei implantierte Hüftprothesen lassen sich in der Regel einfacher und knochensparender wechseln als zementierte Prothesen. Des Weiteren sind die Verankerungen moderner zementfreier Prothesen heutzutage so gut, dass derzeit bei uns die Tendenz besteht, fast nur noch zementfreie Prothesen zu implantieren

Stationäre Behandlung

Der stationäre Aufenthalt zur Operation beträgt in der Regel 2 Wochen. Danach gehen die meisten Patienten für weitere 3 Wochen auf eine Anschlussheilbehandlung (AHB). Wir empfehlen, das operierte Bein nach der Operation drei Monate zu schonen. Erst danach sollten Tätigkeiten wie Autofahren, Gartenarbeiten oder sportliche Aktivitäten wieder aufgenommen werden.

Aufgrund der Erfahrungen mit Hüftprothesen werden im Hause auch viele Wechseloperationen durchgeführt, die als große chirurgische Eingriffe anzusehen sind. Operation und Aufenthaltsdauer im Krankenhaus sind hier in der Regel länger. Jeder Prothesenwechsel muss individuell betrachtet werden.