Modernes Wundmanagement in der Klinik Uffenheim
In der griechischen Antike setzte man Silber zum desinfizieren von Wasser ein. Die schmerzlindernde Wirkung von Opium und Kräutern war bereits bekannt. 1878 entdeckt Robert Koch Bakterien als Ursache von Wundinfektionen.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Wunden mit Mullkompressen und Watte trocken behandelt. Dies führte zu Verklebungen und zur Zerstörung des neu gebildeten Gewebes. 1962 entdeckte der englische Mediziner George Winter die Vorteile der feuchten Wundversorgung.
Seit 1985 hat sich das Prinzip der interaktiven Wundverbände und feuchten Wundbehandlung im deutschsprachigen Raum durchgesetzt. Feuchte Wundversorgung bedeutet, die Verbandsmaterialien so zu wählen, dass sich die Wunde in einem gleichmäßig feuchten Milieu befindet. Dabei orientiert man sich an den aktuellen medizinischen Erkenntnissen einer phasengerechten Wundbehandlung.
Eine chronische Wunde ist keine eigenständige Erkrankung. Sie ist das Symptom einer Grunderkrankung. Bei einem offenem Bein sind es venöse oder arterielle Erkrankungen, ein Dekubitus wird durch Druck und/oder Scherkräfte ausgelöst. Eine erfolgreiche Wundbehandlung setzt unter anderem die gleichzeitige Behandlung der Grunderkrankung voraus.
Meist betrifft es Patienten mit
- Ulcus Cruris (offenes Bein)
- Diabetischem Fußsyndrom
- Dekubitus (Druckgeschwür)
Es können aber auch Patienten mit
- Wundheilungsstörung nach einer Operation
- Tumorwunden
- Brandwunden
- ...
betroffen sein.
Interprofessionelle Wundversorgung
Als externe Unternehmen wirken Sanitätshäuser beratend und unterstützend bei der Hilfsmittelversorgung mit. So kann der Arzt eine optimale, auf den Patienten abgestimmte Wundtherapie verordnen.
Einschränkungen die der Patient durch die Wunde erfährt (Schmerzen, Geruch, Schlafstörungen, körperliche und/oder psychische Belastungen...) versucht man durch geeignete Gegenmaßnahmen auszuschalten. Dies führt dann zu einer effektiven Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.
Durch das Fachwissen aller Beteiligten wird in Zusammenarbeit mit dem Patienten ein Therapiekonzept erstellt. Bei den wöchentlichen Wundvisiten durch die Wundtherapeutin wird der Heilungsverlauf überprüft und bei Bedarf die Therapie, nach Rücksprache mit dem Arzt, neu angepasst.
Eine kontinuierlich geführte Wund- und Fotodokumentation gibt allen Beteiligten jederzeit Auskunft über den aktuellen Stand.
Unsere Wundtherapeutin arbeitet auch im ambulanten Bereich. Nach Rücksprache und auf Wunsch des weiterbehandelnden Arztes ist es möglich, dass die Patienten auch nach der Entlassung weiter von ihr begutachtet werden. Der Arzt erhält einen Therapievorschlag und entscheidet dann über die weitere Versorgung. Die Mitarbeiter der Sozialstationen bzw. der Seniorenheime werden bei Bedarf für die Verbandswechsel angeleitet. Dieser Service ist für die Patienten kostenlos.
Die Wundversorgung in unserer Klinik wird durch Maria Schuster übernommen. Sie ist Ansprechpartner aller, an der Wundversorgung beteiligten Abteilungen. Sie koordiniert und vernetzt alle behandlungsrelevanten Informationen. Und vor allen Dingen: Sie beantwortet gerne, wie alle Mitarbeiter auf Station, die Fragen unserer Patienten und deren Angehörigen rund um die Wunde.
Als Dozentin schult sie die Mitarbeiter regelmäßig zu Themen der Wundbehandlung. Nur so kann eine kontinuierlich gute Behandlung unserer Patienten mit chronischen Wunden gewährleistet werden.





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